das pfadfinder versprechen

Kurz und knapp...

Das Versprechen wird in jeder Stufe abgelegt. Die Kinder versprechen dabei einzeln, sich an die Regeln und Ziele der Gruppe zu halten und nach dem Pfadfindergesetz zu leben.

Das Versprechen gestalten wir meist in einem feierlichen Rahmen. Im Anschluss an das Versprechen bekommt derjenige das Halstuch in der entsprechenden Stufenfarbe überreicht.

 


Das Pfadfindertum basiert auf drei Grundprinzipien, die seine fundamentalen Regeln und Einstellungen beschreibt. Diese sind:

die Pflicht gegenüber sich selbst

Dieses Prinzip wird definiert als: »Verantwortlichkeit für die eigene Weiterentwicklung«. 

Neben der »Pflicht gegenüber Gott« und der »Pflicht gegenüber Dritten« basiert das Pfadfindertum auch auf dem Prinzip, dass der Mensch die Verantwortung für seine eigene Entwicklung trägt. Dies entspricht der Erziehungsabsicht der Pfadfinderbewegung. Das Ziel ist die Unterstützung junger Menschen in der Entfaltung ihrer Persönlichkeit. In dieser Hinsicht spielen Pfadfindergesetz und Versprechen eine grundlegende Rolle.

die Pflicht gegenüber Dritten

Unter diesem Oberbegriff sind eine Anzahl von grundlegenden Aussagen der Bewegung aufgeführt. Sie beschäftigen sich mit der Verantwortung einer Person gegenüber der Gesellschaft in den verschiedenen Ausprägungen. 

Die Pflicht gegenüber Dritten wird definiert als: 

  • »Treue gegenüber dem eigenen Land in Übereinstimmung mit dem Wirken für örtlichen, nationalen und internationalen Frieden, für Verständigung und Zusammenarbeit. 
  • Mitarbeit an der Weiterentwicklung einer Gesellschaft mit Achtung und Ehrfurcht vor der Würde des Mitmenschen und der Unversehrtheit der Natur.« 

Der erste Spiegelstrich umfaßt zwei Grundsätze der Pfadfinderbewegung: Treue gegenüber dem eigenen Land und die weltweite Freundschaft und Verständigung. Die beiden sind in einem Grundsatz zusammengefaßt, um zu zeigen, daß das Konzept der Treue gegenüber dem eigenen Land kein enges, chauvinistisches Konzept ist, sondern ein Konzept mit einer speziellen Betrachtungsweise: in Harmonie mit der Förderung von Frieden, Verständnis und Zusammenarbeit auf allen Ebenen: örtlich, national und international. 

Die entspricht der Philosophie des Gründers: »Bei der Stärkung des Patriotismus in unseren Jungen und Mädchen sollten wir darauf achten, daß es ein Patriotismus ist, der über den engen, sentimentalen Patriotismus hinaus geht, welcher an den Grenzen des eigenen Landes endet und der Eifersucht und Feindschaft im Umgang mit anderen einflößt. Unser Patriotismus sollte großzügiger, nobler sein. Er sollte die Gerechtigkeit und Vernunft anderer Länder anerkennen und unser Land zu Kameradschaft mit den anderen Nationen der Welt führen. Der erste Schritt dahin ist, den Frieden und guten Willen in unserem eigenen Land zu entwickeln, indem wir unsere Jugend beiderlei Geschlechtes in diesem Sinne erziehen - damit die Eifersucht zwischen Städten, Klassen und Religionen nicht länger existieren kann. Im zweiten Schritt sollten wir dann diese Einstellung über unsere Grenzen auf unsere Nachbarn übertragen. «  

Seit der Gründung hat das Pfadfindertum der Förderung von Brüderlichkeit und der Verständigung junger Menschen aller Nationen große Wichtigkeit zuerkannt. Die vielfältigen internationalen Zusammenkünfte von jungen Menschen sind dabei die am besten sichtbaren Demonstrationen des Willens, dieses Ziel zu erreichen. Vertieft wird diese Einstellung durch die tagtäglichen Pfadfinderaktivitäten. Der zweite Spiegelstrich drückt das Grundprinzip der Pflicht gegenüber Dritten umfassender aus: Erstens ist Pflicht gegenüber Dritten in einem weiteren Sinn als ein Beitrag zur Weiterentwicklung der Gesellschaft, in Übereinstimmung mit der Philosophie des Gründers, konzipiert. Zweitens kann diese Entwicklung aber nicht um jeden Preis durchgeführt werden. Sie muß auf der Achtung der Menschenwürde und auf der Unversehrtheit der Natur basieren. Das Konzept der Menschenwürde ist eine grundlegende Vorschrift der internationalen Gemeinschaft und ist durch die Deklaration der Menschenrechte manifestiert. Das heißt, daß jede pfadfinderische Aktivität auf dem Respekt vor der menschlichen Kreatur basieren muß. 

Das Konzept der Unversehrtheit der Natur umfaßt die Idee des Umweltschutzes, welche schon immer eine große Rolle für das Pfadfindertum gespielt hat. Es besagt, daß der Lebensraum des Menschen und der anderen Organismen auf der Erde in jeder Hinsicht ein einziges Ökosystem bilden. Jede Verletzung eines Teils des Systems wirkt sich auf das ganze System aus. Dieses Konzept betont, daß der Mensch in der Verfolgung seiner Ziele natürliche Ressourcen nicht in der Art und Weise ausbeuten darf, daß das natürliche Gleichgewicht der Umwelt gestört wird.

die Pflicht gegenüber Gott

Das erste der oben genannten Prinzipien der Pfadfinderbewegung wird definiert als »Festhalten an geistlichen Grundsätzen, Treue zur Religion, die diese ausdrückt, und Anerkennen von Verpflichtungen, die daraus erwachsen.« 

Im Gegensatz zum Titel, enthält der eigentliche Text das Wort »Gott« nicht. Dadurch soll klar werden, dass diese Beschreibung auch Religionen einschließt, die nicht an einen Gott glauben, wie z.B. der Hinduismus, oder solche, die keinen festen Gott kennen, wie z. B. der Buddhismus. 

Über den Ursprung der Religion im Pfadfindertum befragt, antwortete B.-P.: »Sie kommt nicht hinein. Sie ist bereits da. Die Religion ist ein grundlegender Faktor des Pfadfindertums.«  

Eine sorgfältige Analyse der Schriften des Gründers zeigt, daß das Konzept einer übermenschlichen Macht grundlegend für das Pfadfindertum ist. Das ganze erzieherische Bemühen der Bewegung zielt darauf, jungen Menschen zu helfen, über die materialistische Welt hinaus die spirituellen Werte des Lebens zu finden.


Kontakt

 

MAIL: dpsg.oestinghausen@web.de

Gruppenstunden an jedem Mittwoch

Achtung!

Momentan sind unsere Gruppenkapazitäten stark ausgeschöpft.

Sollte Ihr Kind Interesse haben, melden Sie sich bitte zunächst bei einem unserer Leiter.

Wölflinge            17.00 - 18.15 Uhr 

Juffis                   18.30 - 19.45 Uhr

Pfadis                 18.30 - 19.45 Uhr 

Rover                  20.00 - 21.00 Uhr